Pressbaums Kindergarten II

Als besorgte Eltern auf die umfangreichen Unterpölzungen im Pressbaumer Kindergarten II aufmerksam wurden, erschien kurz darauf ein „Informationsschreiben“, in dem von Sanierungsvorbereitungen gesprochen wurde. Via Kronen-Zeitung ließ man verlauten, dass möglicherweise ein falsch eingebauter Holzbalken für „Spannungen am Glasgeländer“ verantwortlich ist.

Tatsache ist, dass laut Gutachten gravierende Baumängel vorliegen!  Die aufgelisteten Mängel umfassen das gesamte Gebäude und dürften – augenscheinlich – seit Jahren bekannt gewesen sein! Das Gutachten des Bausachverständigen spricht auch davon, dass das Gebäude auf „sumpfigen Untergrund“ errichtet wurde und dieser sich ständig in Bewegung befindet! Die ersten Risse im Mauerwerk bezeugen das bereits! Fliesen lösen sich ab und Bodenfugen gehen immer weiter auf! Was das für ein Gebäude bedeutet, entbehrt wohl jeglichem Kommentar! Nach vorsichtigen Schätzungen belaufen sich die vorläufigen „Sanierungskosten“  im sechsstelligem Bereich.

Das Gutachten deckte weiter auf, dass die Fluchtwege in den Garten ein Verschlusssystem aufweist, das im Notfall nicht einmal von Erwachsenen problemlos bedient werden kann! Dass Galerien und Balkon gemäß  Sachverständigen-Gutachten bereits gesperrt werden mussten! Dass eine Absturzsicherung augenscheinlich nicht ausreichend befestigt wurde! Dass die Außengalerie nicht den eingereichten und baubehördlich bewilligten Plänen entspricht! Dass die Stiegenanlage zu den Galerien mit nicht ausreichend dimensionierten Geländestehern ausgeführt wurde! Dass das Prüfattest für die Gläser nicht vorhanden ist! Selbst ein Vertreter der NÖ-Brandverhütungsstelle deckte bereits vor Jahren umfangreiche Mängel auf!

Die Mängellisten ließen sich noch mannigfaltig weiter auflisten, sie umfassen wie eingangs erwähnt, das gesamte Kindergartengebäude! Dass schwerste Bau- und sicherheitstechnische Mängel in ausreichendem Umfang seit Jahren bekannt sind, wurde und wird von unserer Bürgerliste seit Jahren aufgezeigt! Selbst Tageszeitungen berichteten nachweislich darüber und stets wurde behauptet: „…Es gibt keine Sicherheitsmängel…“

Wer für den Gesamtschaden aufkommt, scheint vorerst geklärt zu sein: Es wird wieder einmal die „Öffentliche Hand“ sein, also wir ALLE! Und niemand will´s gewesen sein! Und außerdem stehen Anfang 2020 Gemeinderatswahlen vor der Tür!

Offener Brief LH Johanna Mikl-Leitner

Sehr geehrte Frau Landeshauptfrau!

Laut Aussage der Pressbaumer Rathausführung soll in der gleichnamigen Wienerwaldgemeinde eines der größten Abfallsammel-Zentren inkl. Problemstoffabgabe entstehen! In Partizipation mit dem Tullner Altstoffsammelverband mit 26 Mitgliedsgemeinden! Die Kosten für den Bau und den Betrieb sollen aus den geltenden Müllgebühren finanziert werden!

Das Resultat impulsiver Zersiedelung, Umwidmungen, Großbauten und den stets anlassbezogenen Änderungen von Flächen- und Bebauungsplänen.

Die Planer sprechen von „…einem der Stadtgemeinde gehörenden Grundstück…“.

Wahr ist aber auch, dass das überregionale Abfallsammel-Zentrum in unmittelbarer Nähe des Wienerwaldsees entstehen soll.

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